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Lapislazuli
Stein der Pharaonen, oder auch Stein der Könige genannt.

Lapislazuli in Kombination mit Mondstein und Chrysopras

 

Synonyme und Handelsnamen:
Lapis Lazuli, Lapis, Lasurit, Lasurstein, Lasurspat, Blauspat, Blaustein, Klaphrotin, Ultramarin, Azur d’Acre, azurum ultramarinum, Bleu d’Azur, Lazurium, Oltremare, Outremer lapis, Pierre d’azur

 

Vorkommen:
Afghanistan, Argentinien, USA, Kanada, Italien, Russland, Tadschikistan, Indien, China, Korea, Chile u.a.

 

Der größte Lapislazuli der Welt:
Der größte Lapislazuli der Welt, mit einem Gewicht von 18,3 Tonnen, stammt aus den chilenischen Anden. Der österreichische Bildhauer Hans Muhr fertigte aus diesem riesigen Monolithen, den Wasserwellen-Lebens-Brunnen, der in Wien/Österreich steht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserwel … ns-Brunnen

 

Farbe:
dunkelblau, hellblau, blaugrün, oftmals mit golden glitzernden Pyriteinschlüssen und/oder weißen Calciteinschschlüssen. Die kostbarsten Exemplare sind von leuchtend ultramarinblauer Farbe.

Strichfarbe: hellblau
Transparenz: undurchsichtig, in dünnen Scheiben leicht durchscheinend
Chemische Formel: (Na,Ca)8[(SO4,S,Cl)2(AlSiO4)6]
Chemische Zusammensetzung: Natrium, Calcium, Sauerstoff, Schwefel, Chlor, Aluminium, Silicium
Mohshärte: 5 – 5,5
Dichte: 2,38 – 2,9
Spaltbarkeit: unvollkommen
Bruch: muschelig
Kristallsystem: kubisch
Glanz: Glasglanz, auf dem Bruch Fettglanz
Fluoreszenz: unter kurzwelligem UV Licht weiß
Bildungsprinzip: tertiär, mit kleinen, kugelartigen und unförmigen Gebilden im Muttergestein.
Mineralklasse: schwefelhaltiges Natrium-Aluminiumsilikat, Mineralklasse der Silikate.

 

Lapislazuli Rohstein – Afghanistan –  2300 Gramm – 25 cm

 

Namensgebung:
Der Ursprung der Namensgebung ist nicht eindeutig und wird mit folgenden Ableitungen erklärt.

lateinisch bedeutet Stein „lapis“

„lazuli“ Genitiv des mittellateinischen Wortes „lazulum“ für blau

„lazulum“ abgeleitet von mittellateinisch „lazurium“, persisch „lāžward“, arabisch lāzaward, griechisch lazoúrion, für himmelblau

spanisch/portugiesisch „Azul“ für blau

 

Historisches:

Schon in alten Wand- und Höhlenmalereien, wurden Farben auf Basis von Lapislazuli entdeckt.

Die ältesten Funde von Schmucksteinen aus Lapislazuli stammen aus der südasiatischen Mehrgarh-Kultur (etwa 5000 v. Chr.) Die mineralogische Herkunft dieser Schmucksteine ist belegt, sie stammen aus der nordafghanischen Provinz Badachschan

Seit der 1. Dynastie (um 2980 v. Chr.) wurde von den alten Ägyptern, nachgewiesener Maßen, Lapislazuli importiert. Jedoch in der 2. und 3. Dynastie fehlt er gänzlich, was damit erklärt wird, dass zu dieser Zeit die Handelswege blockiert waren.

Sehr bekannt ist die Totenmaske des Tutanchamun (1323 v. Chr.), in der auf dem Usekh-Kragen, neben Karneol, Amazonit, Quarz und Glaspaste, auch Lapislazuli in großer Menge verarbeitet wurde. Auch die Augenränder und Brauen bestehen aus Lapislazuli-Intarsien. Das Nemes-Kopftuch besteht wie der Rest der Maske aus purem Gold und ist „nur“ mit lapisblau gefärbtem Glas verziert. Unter vielen anderen Schmuckstücken der Grabbeigaben, ist auch eine Armspange dabei, welche als erhabenes Relief einen goldenen Skarabäus, mit Lapislazuli Einlagen, zeigt.

In den Königsgräbern von Ur in Mesopotamien, wurde Lapislazuli gefunden, welcher aus dem Norden Afghanistans stammt. Im Vorderasiatischen Museum in Berlin, sind Schmuckstücke aus den Königsgräbern (Mondgott Nanna, ca. 2000 v. Chr.) ausgestellt.

Bereits vor 6000 Jahren wurde der Abbau von Lapislazuli in der Nähe von Sar-e-Sang nachgewiesen. Die Lagerstätte Ladjuar Medam, ist gleichzeitig auch die mineralogische Typlokalität für Lasurit. Auf 1500 bis 5000 Metern Höhe, liegen die Abbaustollen in den Berghängen des Koktscha-Tals. Lapislazuli der hier abgebaut wurde, gelangte in Form von unbearbeiteten Blöcken, sowie geschliffenen Schmuckperlen in die weit entfernten Regionen Asiens.

Lapislazuli wurde auch von den Bewohnern vom Tepe Hissar in Nordiran importiert. Dort wurden Werkstätten aus der Mitte des 3. Jahrtausends freigelegt. Neben Lapislazuli fand man auch Werkzeuge für die Bearbeitung, wie z.B. Bohrer und Klingen aus Feuerstein, sowie Stößel und Glätter aus Jaspis.

Vertreter der Indus-Kultur ließen sich im nordafghanischen Shortugai nieder (ca.2200 v. Chr.) Sie beuteten die dortigen Lapislazuli Vorkommen aus, um in Form von Perlen Handel damit zu treiben.

Aus der mittel- und nordeuropäischen Spätbronzezeit wurden blaugefärbte Glasperlen als Grabbeigaben gefunden. Durch die Plasma-Massenspektrometrie konnte bewiesen werden, dass diese Perlen aus Ägypten und Mesopotamien stammten. Die Färbung erfolgte jedoch mittels Kobalt und erstmals im Jahre 2017 wurde eine Perle bekannt, die mittels Lapislazuli gefärbt wurde.

Lapislazuli war Jahrtausende lang, das wichtigste Ausgangsmaterial zur Herstellung der Farbe Ultramarinblau. Erst zu Anfang des 19. Jahrhunderts, gelang die Herstellung von künstlichem Ultramarinpigment. Der Name Ultramarin bedeuted „jenseits des Meeres“. Friedrich August Köttig entwickelte mit dem künstlichen Meißner Lasursteinblau, eine kostengünstige Methode, um tiefblaue Porzellanfarbe herzustellen.

Im Jahr 1838 erröffnete Johannes Zeltner die Nürnberger Ultramarinfabrik. Am 1. Juli 1877 trat das erste Reichspatentgesetz, welches in Deutschland erteilte wurde in Kraft. Für ein Verfahren von Johannes Zeltner, zur Herstellung einer rothen Ultramarinfarbe.

Eine Mythe besagt, dass Kleopatra Lidschatten aus Lapislazuli Pigmenten verwendete.

Eine weitere Mythe besagt, dass Napoleon immer einen Lapislazuli als Schutzstein bei sich trug.

Albrecht Dürer verwendete Ultramarin Pigment für eine Reihe seiner Auftragswerke.

In der muslimischen Architektur von Zentralasien, wurde Lapislazuli Pigment für die leuchtend blauen Fayence Fliesen verwendet. Unter anderem an der Bibi-Chanum-Moschee und der Ulugbek-Madrasa in Samarkand oder der Mir-i Arab Madrasa in Buchara.

Auf Töpferware aus Persien, aus dem 12.–14. Jahrhundert, wurde Lapislazuli nachgewiesen. Ebenso auf Meißner Porzellan aus dem 18. Jahrhundert.

Auch Michelangelo verwendete die Ultramarinfarbe bei seinen Freskenmalereien.

Für Restaurierungen wird das natürliche Lapislazuli Pigment, nach wie vor sehr geschätzt. Aber auch Künstler wertschätzen dieses herrschaftliche Blau, wie z.B. der japanische Künstler Hiroshi Ōnishi, dessen Gemälde den Nanzen-ji-Tempel in Kyōto schmücken.

Katharina die Große verwendete Lapislazuli ausgiebig und schmückte Türen, Kamine, Spiegelrahmen und Wände ihres Palastes damit.

 

Entstehung:
Lapislazuli ist ein Mineralgemisch und entsteht durch Metamorphose von Kalk zu Marmor. Gemengeteile sind Peridotiten, Pyroxeniten, Gneis und Amphiboliten, aber auch Minerale wie z.B. Dolomit, Afghanit, Apatit, Tremolit, Hauyn, Nephelin und Schwefel. Die typische blaue Farbe entsteht durch Einwirkung der Schwefel-Radikalanionen. Die weißen und goldenen Einschlüsse, bestehen aus Calcit und Pyrit.

 

Lapislazuli Rohstein mit Pyrit – Afghanistan

 

Psychische Wirkung:
Der Lapislazuli fördert tiefe Ruhe und Gelassenheit, verstärkt die Gedanken, schafft Klarheit und Objektivität. Beseitigt Stress, steigert das Selbstvertrauen und lässt einen besser Gedanken, Gefühle, Emotionen und Meinungen auszudrücken. Sorgt für erholsamen Schlaf.

Er stärkt Mitgefühl, Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit. Zerstreut negative Gedanken, fördert die Motivation und das Selbstbewustsein. Lindert Depressionen, Ängste und Blockaden. Öffnet für Beziehungen und Freundschaften.

Lapislazuli weckt den Wunsch nach neuem Wissen und fördert das Lernen.

 

Körperliche Wirkung:
Der Lapislazuli wirkt verstärkt regulierend auf den Halsbereich einschließlich der endokrinen Drüsen, des Kehlkopfes, der Schilddrüse und der Stimmbänder.

Er wirkt gegen Hörverlust und bekämpft Ohren- und Nasenprobleme. Ebenso hilft er bei Schwindel, Bluthochdruck, Schlaflosigkeit, sowie bei Durchblutungs- und Herzrhythmusstörungen. Bringt Linderung bei Augeninfektionen und beschleunigt die Heilung von Blutergüssen, Hautirritationen oder Insektenstichen.

In der Frauenheilkunde wird er bei Menstruationsunregelmäßigkeiten und Krämpfen angewand.

Auch bei Migräne und Kopfschmerzsymptomen brint der Lapislazuli Linderung. Schmerzen und Entzündungen werden reduziert.

Bei Asperger Syndrom oder Autismus kann der Lapislazuli erfolgreich eingesetzt werden.

 

Anwendung:
Der Lapislazuli sollte am besten, über einen längeren Zeitraum mit Hautkontakt getragen, oder auf die betroffenen Stellen aufgeleg werden. Kleine Steine lassen sich auch sehr gut mittels Pflaster, auf der gewünschen Stelle befestigen.

Bei der Zubereitung von Edelsteinwasser ist Vorsicht geboten. Der Lapislazuli enthält Schwefel/Pyrit und darf nicht direkt ins Wasser eingelegt werden. Es muss über die Einleitungs- oder Glas in Glas Methode hergestellt werden.

Oben genannte Heilwirkungen können auftreten, müssen es aber nicht. Was bei dem einen hilft, kann bei einem anderen gar nichts bewirken, da jeder Mensch anders reagiert. Es ist anzumerken, dass Heilsteine auf keinen Fall den Gang zum Arzt ersetzen!

 

Sternzeichenzuordnung:
Der Lapislazuli wird dem Sternzeichen Wassermann, Stier, Widder und Schütze zugeordnet.

Die Zuordnung von Edelsteinen, zu einem Tierkreiszeichen ist eine sehr alte Lehre und sorgt deswegen oftmals für Verwirrung , da immer wieder unterschiedliche Edelsteine den Sternzeichen zugeordnet werden. Die Erklärung dafür ist ganz einfach, denn vor tausenden von Jahren, waren viele Edelsteine, die in einem Land oder Gebiet bekannt waren, in anderen noch völlig unbekannt. Somit konnte man sich nur der Edelsteine für die Zuordnung bedienen, die in diesen Ländern bekannt waren.

 

Planetenzuordnung:
Die Zuordnung von Steinen zu Planeten, stammt aus der Jyotish, der indischen Astrologie. Der Lapislazuli wird den Planeten Jupiter und Venus zugeordnet.

 

Geburtsstein:
Der Lapislazuli wird dem Monat September als Geburtsstein zugeordnet.

Der Geburtsstein ist nicht identisch mit der Zuordnung zu den Tierkreiszeichen, denn er wird dem Geburtsmonat zugeordnet.

 

Hochzeitsjubiläum:
Der Lapislazuli ist der Edelstein zum 9. Hochzeitstag.

 

Energetische Eigenschaften:
Der Lapislazuli ist ein sehr kraftvoller und starker Stein, der mit sehr hoher Energie schwingt. Er gleicht das Yin und Yang im Körper aus. Reinigt und stärkt, bringt Körper, Geist und Seele in Einklang. Er harmonisiert die körperlichen, mentalen, emotionalen und spirituellen Energien und bringt so tiefe innere Selbsterkenntnis und Wohlbefinden.

Die Lapislazulienergie wird als Schutzschild gegen physische und psychische Angriffe eingesetzt. Der Lapislazuli sendet negative Energie, die absichtlich zu einem gesendet wurde, zum Absender zurück.

Dem Lapislazuli wird nachgesagt, die Seele der ägyptischen Gottheit Isis ruhe in ihm.

Um mit Schutzgeistern in Kontakt zu treten, ist der Lapislazuli besten geeignet.

Er symbolisiert Glück und Reichtum.

Lapislazuli wirkt im Feng Shui mit Wasserenergie, welche den Norden symbolisiert. Deswegen sollte er am nördlichen Ende eines Raumes platziert werden.

 

Chakra Zuordnung:
Hals, das dritte Auge

Der Lapislazuli öffnet das Hals Chakra. Auf dem Stirn Chakra platziert, hilft er beim Erwachen des Dritten Auges.

 

Lapislazuli Rohstein – Afghanistan –  2300 Gramm – 25 cm

 

Verwendung als Schmuckstein:
Bei der Schmuckherstellung und beim Fassen ist Vorsicht geboten, da der Lapislazuli sehr spröde und porös ist. Durch die geringe Härte muss er sehr vorsichtig geschliffen und poliert werden.

Man verwendet bevorzugt einen Tafel- oder Cabochonschliff. Für Ketten und Armbänder ist er in Kugelform erhältlich. Auch für Skulpturen und Schnitzereien wird er gerne verwendet.

Zum Schutz der empfindlichen Oberfläche wird er gerne geölt und gewachst, wodurch auch blasser Lapislazuli einen dunkleren Farbton erhält.

Ungleichmäßige Farbgebung beim Lapislazuli, wird oftmals durch Behandlungen mit farbigem Öl ausgeglichen, was sich durch Abfärbung auf Haut und Kleidung bemerkbar macht.

Lapislazuli von geringer Qualität oder in kleinen Stücken, wird auch gerne mit Kunstharz,zu größeren Steinen rekonstruiert.

 

Quellennachweis:
de.wikipedia.org/wiki/Lapislazuli
mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?lang=de&mineral=Lapislazuli